Raumluftqualität
Die Qualität der Raumluft wird einerseits durch die Qualität der Zuluft und anderseits durch raumbedingte Verunreinigungen bestimmt.
Verunreinigungen der Luft können sein:
A) Unbelebte Verunreinigungen wie
- Gase (z. B. CO, CO2, SO2, NOx, O3, Radon, Formaldehyd, Kohlenwasserstoffe)
- Aerosole (z. B. anorganische Stäube wie Fasern und Schwermetall sowie organische Stäube wie Kohlenwasserstoffverbindungen und Pollen)
- Gerüche ( z. B. mikrobielle Abbauprodukte von organischem Material, durch Fäulnisbakterien, menschliche tierische und pflanzliche Geruchsstoffe sowie Ausdünstungen, die von Baumaterialien und Arbeitsprozessen herrühren)
B) Belebte Verunreinigungen wie
- Viren
- Bakterien und ihre Sporen (Legionellen, Gasbranderreger)
- Pilze und Pilzsporen (z. B. Erreger des Befeuchterfiebers und Erreger des Aspergillose)
Als Maßstab für die Behaglichkeit in Bezug auf die o.a. Luftverunreinigung wird der Geruch eingeführt, der von einem Menschen ausgeht. Andere Geruchsquellen (z. B. durch Rauchen oder aus Teppichen etc.) werden hierauf bezogen.
Als Maßeinheit für die Stärke der Geruchsquelle hat Fanger eingeführt
1 olf = Geruch eines Menschen mit den Standardeigenschaften:
1,8 m2 Hautoberfläche, sitzende Tätigkeit
0,7 x geduscht pro Tag, täglich frische Wäsche.
Physikalische Messgeräte für Gerüche gibt es im Gegensatz zu Licht und Geräusch bisher nicht; man muss sich mit der subjektiven Aussage einer größeren Anzahl von Personen begnügen.
Auszug aus dem „Technischen Handbuch“ der HTH-Gruppe von G. Bodenbender und D. Gersch.
Das technische Handbuch mit allen gängigen Formeln und Berechnungen steht Kunden der HTH-Gruppe zur Verfügung.



